Pastor Lautzas verabschiedet sich in den Ruhestand

Pastor Lautzas verabschiedet sich in den Ruhestand

Drei reich gefüllte Jahre in Trinitatis liegen hinter mir.  Nun gehe ich zum 1. September mit Beginn des 65. Lebensjahres in den Ruhestand.

Gerne hätte ich der Kirchengemeinde mit ihren vielfältigen Aufgaben länger zur Verfügung gestanden. Der Abschied fällt mir schwer, weil ich so vieles wirklich schätzen und lieben gelernt habe:

Die vielen Menschen unterschiedlichen Alters, mit denen ich vertrauensvoll und inspiriert zusammenarbeiten konnte;

die schönen Kirchen und die gute personelle sowie technische Ausstattung einer großen Kirchengemeinde;

die Stadtteile mit Kitas, Schulen, Einrichtungen, Geschäften und Gewerbe – buntes Leben eben in all seinen Facetten.

Immer habe ich großes Interesse an der Kirche und der Zusammenarbeit gespürt. So viele Trauungen und Taufen hatte ich in meinem Arbeitsleben noch nie, und ich erinnere mich auch gerne an vielfältige und trostreiche Trauerfeiern gerade in der Corona-Zeit.

Mein Interesse galt der Öffnung der Kirche: Kirche soll offen sein für Menschen, soll sie einladen und zur Teilhabe befähigen. Die Zukunft der Kirche steht und fällt damit, dass wir im Stadtteil und der Stadt präsent sind und auch für die Anliegen derjenigen da sind, die nicht regelmäßig in den Sonntagsgottesdienst gehen.

Daher waren mir die Förderung des Ehrenamtes und die Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig. Mit Freude sehe ich auf die Arbeit der Kirchenhüter*innen und des Jugendteams zurück und hoffe, dass diese Bereiche weiter aufblühen.

Gerne habe ich in haupt- und ehrenamtlichen Teams und Ausschüssen gearbeitet, auch wenn es oft anstrengend war.

Insgesamt war ich vielleicht zu ungeduldig. Gerne hätte ich größere Fortschritte in der Gemeindeentwicklung und im Bereich der Kommunikation gesehen. Und ich habe es bedauert, dass nach etlichen Personalveränderungen nicht die Ruhe einkehrt, in der bekanntlich die Kraft liegt.

Von Herzen bedanke ich mich bei allen, die mit Wort, Tat und Musik zum Gelingen der Gottesdienste beigetragen haben; bei den Familien, mit denen ich die Konfirmandenzeit in Trinitatis unter Corona-Bedingungen gut zu Ende bringen konnte; bei den Teamern, ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden, dem Pfarrteam und dem KGR für intensive und fruchtbare Gespräche; bei Pastor Dr. Wolfgang Lau für die Bereitschaft und das Engagement in der Vertretungszeit; bei der katholischen Kirche für die konstruktive Zusammenarbeit.

Mit einem „Bibelsong“ aus eigener Feder habe ich mich damals vorgestellt. Mit dem Refrain in Anlehnung an den 1. Korintherbrief 15,37ff. möchte ich mich verabschieden:

„Was du säst, ist nicht die Ähre,
sondern ein bloßes Korn wird tief versenkt.

Du säst nicht, was Leben wäre,
sondern die Hoffnung, die Leben schenkt.“

In der Hoffnung, dass die Trinitatisgemeinde in Glauben und Vertrauen die großen Aufgaben der Zukunft annimmt und gestaltet, verabschiede ich mich und sage Danke.

Pastor Tilman Lautzas

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