Michael Rapp ist neuer Präses der Kirchenkreissynode Altholstein / ein Interview mit dem Gemeindeglied

Brigitte Varchmin sprach mit unserem Gemeindeglied Michael Rapp.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl, lieber Herr Rapp!
Was bedeutet Präses? Und was ist die „Kirchenkreissynode“?
M.R. Vielen Dank, Frau Varchmin! Die Synode vertritt alle Kirchenge­meinden und Dienste und Werke des Kirchenkreises. Sie soll Anregungen geben und kirchliches und öffentliches Leben zusammenhalten und anregen. Ihre wichtigsten Aufgaben sind Wahlen von Pröpstinnen und Pröpsten und Genehmigungen aller wichtigen finanziellen Belange, voran die Beschlüsse zum Haus­halt als Königsdisziplin. Zurzeit besteht die Synode aus 110 Synodalen, davon ist mehr als die Hälfte aus dem Kreis der Ehrenamtlichen, weitere aus dem Kreis der Ordinierten, Mitgliedern der Dienste und Werke und Mitarbeitenden. Der Präses ist das vorsitzende Mitglied der Synode und des dreiköpfigen Präsidiums.

Sie sind ja nicht das erste Mal dabei. Was war Ihre Motivation für die Mitarbeit  in der  Synode?
M.R. In der Kirchenkreissynode bin ich mit einer kurzen Unter­bre­chung seit 2004. Eigene Kompetenzen einzubringen und an der Gestaltung mitzuwirken, lässt sich nur umsetzen, sofern man sich auch in weiteren Gremien einsetzt, wie dem Kirchenkreisrat oder Finanzausschuss. Beides habe ich im Laufe der Jahre aktiv getan und manche Idee mit umgesetzt, sofern eine entsprechen­de Mehrheit zu mobilisieren war. Dies ist, wie häufig im Leben, die Voraussetzung für eine motivierende Mitarbeit.

Welche Aufgaben kommen jetzt auf Sie zu?
M.R. Ich bereite mit dem Präsidium und dem Kirchenkreisrat die Tagungen vor, leite sie und vertrete die Kirchenkreissynode nach innen und außen. Letzteres werde ich vermutlich erst im Laufe der Zeit richtig einschätzen können, denn bisher war nach der konstituie­renden Tagung erst die Wahlsynode, die ich allerdings mit drei Wahlgängen und drei Persönlichkeiten als außer­ordent­lich spannend empfand.

Welche Themen möchten Sie in den nächsten Jahren anpa­cken? Was, meinen Sie, kann die Synode dazu beitragen, damit wir als Nordkirche auch zukünftig gut sichtbar sind?
M.R. Sicher ist, dass wir weniger Mitglieder haben werden. Das ist nicht das Ergebnis schlechter kirchlicher Arbeit, denn unsere Gemeinden und die Dienste und Werke leisten gute, mancher­orts hervorragende Arbeit. Trotzdem müssen wir uns immer wieder selbstkritisch fragen, was wir besser machen können. In meiner Bewerbungsrede habe ich drei Aspekte erwähnt.
♦ Erstens können wir über Gemeindegrenzen hinweg noch ver­netzter arbeiten durch gegenseitige Unterstützung zwischen Gemeinden und Diensten und Werken, zwischen Kirchenkreis und Diakonie, zwischen den unterschiedlichen Berufen in unserem Kirchenkreis, zwischen Verwaltung und Gemeinden.
♦ Zweitens müssen wir Pastorinnen und Pastoren darin fördern und stärken, ihre öffentliche Rolle noch bewusster wahrzu­nehmen. Wir müssen also ein großes Interesse daran haben, diese Präsenz vor Ort dauerhaft und auch finanziell zu stärken.
♦ Und drittens sollten wir mehr tun, um diejenigen anzuspre­chen, die zu unserer Kirche gehören, sich ihr aber innerlich kaum noch oder gar nicht mehr verbunden fühlen. Und wir sollten noch einmal Kontakt aufnehmen zu denen, die in den letzten Jahren ausgetreten sind.

Was wird Ihnen neben den ehrenamtlichen Aufgaben wichtig sein, sodass Sie nicht darauf verzichten werden?
M.R. Wenn man mich fragt, was mir Freude bereitet und mich erfüllt, dann sind das vor allem meine Familie, meine Frau, unsere Töchter, (Schwieger-)Söhne und Enkel und das kirchliche Ehrenamt. Na ja, und ein ebenso leidenschaftliches Hobby ist für mich der Handball beim THW Kiel in der Ostseehalle.
Auf landeskirchlicher Ebene möchte ich noch ein letztes Mal für die Landessynode kandidieren und sehen, wie es sich dort entwickelt.

Ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg in Ihrem neuen Amt.

Wir über uns

Zur Trinitatisgemeinde Kiel gehören die
drei Kirchen: Maria-Magdalenen-Kirche, Stephanuskirche, die Weinbergkirche und drei Gemeindezentren, die im Januar 2002 fusionierten. Die Gemeinde umfasst die etwa 8.500 evangelisch-lutherischen Christ_innen der Stadtteile Elmschenhagen, Kroog, Wellsee und Rönne. Wir konnten seit der Fusion viele Jahre Erfahrungen sammeln, aber noch immer sind wir neugierig und offen für Anregungen. Deswegen sind wir angewiesen auf kritisch-solidarische Rückmeldung sowie auf normale und verrückte Ideen, mit denen unser Gemeindeleben bereichert werden kann.

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Hauptbüro an der Maria-Magdalenen-Kirche
Christine Kreß-Lindenberg
Im Dorfe 1
24146 Kiel
Tel 0431-78 64 00