Archiv für Januar, 2012

31.Jan 2012

Gut genug!

 

Die Monate Februar und März sind schwer zu beschreiben. Sie zerfließen in einem gleich bleibenden Grau in Grau. Sicher kommt nicht Wenigen nach den beiden letzten schneereichen Wintern gerade dieses gleichmäßige nass-kalte Wetter entgegen. Vielleicht liegt in dieser gleichmütigen Zufriedenheit, die in Norddeutschland durchaus häufiger anzutreffen ist, ein tieferer Grund, dass der Karneval und die anschließende Fastenzeit in ihrem Wechsel von Stimmungen nicht so verbreitet sind. Es gibt hier nur wenige Karnevalsvereine und abgesehen von einigen Faschingsfeiern, die spätestens nach der Grundschulzeit wieder aufhören, ist nichts zu spüren von einer fünften Jahreszeit, in der sich die ganze Gesellschaft in der Stadt oder auf dem Land Luft verschafft. Karneval wird auch als Ventilritual bezeichnet, drei Tage, um einmal alles raus zu lassen. Und dann kommt die Fastenzeit.

Der Aschermittwoch ist nicht nur ein Tag, um politisch aufzuräumen. Am Aschermittwoch – in diesem Jahr am 22. Februar – wird ein Wandel inszeniert: von der Lebensfreude zur Bußfertigkeit. Ritualisiert durch ein Aschekreuz.

In katholischen Gegenden wird dafür ein Palmzweig, der am Palmsonntag des Vorjahres extra aufbewahrt wurde, verbrannt. Das Aschekreuz soll den Menschen an Anfang und Ende seines Lebens erinnern: Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staube zurückkehrst (nach 1. Mose 3, 19). Die Fastenzeit ermöglicht das Nachdenken über sich selbst, die Ursprünge und Ziele des eigenen Lebens. Muss es dazu unbedingt diesen Wechsel von der Lebensfreude zur Bußfertigkeit geben? Vielleicht entdecke ich mich selbst ja eher in der Lebensfreude. Im Wechsel mag manches klarer werden, im Aufeinandertreffen von Gegensätzen erkenne ich Dinge an mir, die mir sonst nicht auffallen würden. Aber auch in einem Lebensgefühl der gleichmäßigen Zufriedenheit gibt es viel zu entdecken.

Jedenfalls kann ich mich nicht erkennen, indem ich einem mir fremden Ventilritual hinterherlaufe. Das wäre falscher Ehrgeiz.

 

Die Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche in Deutschland steht in diesem Jahr unter dem Motto:

„Gut genug! Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz“.

Es gibt sie also – die Suche nach sich selbst ohne falschen Ehrgeiz. Als wäre diese Aktion gemacht für eine gleichmäßige Zufriedenheit inmitten des Alltags. Grau in Grau muss es dann aber nicht bleiben. Gerade im Entdecken meiner Ziele und Grenzen kann der Alltag an Farbe gewinnen. Dahinter steckt die Erkenntnis: Es ist gut genug! Ich muss nicht alles besser machen, weil ich gar nicht alles besser machen kann. Vielmehr kann ich den Ehrgeiz entwickeln, das Gute zu sehen und es zu pflegen. Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz führen deshalb noch lange nicht zur Selbstgenügsamkeit, aber vielleicht zu dem Grundgefühl einer Zufriedenheit mit sich selbst und der Welt. So lässt sich die Fastenzeit auch gestalten, nicht nur voller Selbstzerknirschung auf die eigenen Fehler schauen, sondern auch mit den eigenen Grenzen das Leben bejahen. Denn es ist gut genug! So gut, dass Gott es uns voller Zufriedenheit geschenkt hat:

 

„Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“

(1. Mose 1, 31)

 

Pastor Dr. Wilko Teifke

 

Die ersten Planungen laufen für die Kirchennacht am 21. September. In diesem Jahr werden wir die Kirchennacht gemeinsam mit dem Westufer anbieten. In der Maria-Magdalenen-Kirche in Elmschenhagen wird dann das Thema “Afrika” ganz groß geschrieben. Wenn alles klappt, wird die Künstlerin Klinner-Krautwald ihre Bilderreihe “Face to face” ausstellen. Es handelt sich um großformatige Porträts von Frauen aus Uganda. In der Kirchennacht ist natürlich auch Musik zu hören. Lassen Sie sich von Klängen überraschen.

14.Jan 2012

Agape in der Weinberg-Kirche

 

Am Gründonnerstag, 5. April, 18 Uhr wird in der Weinberg-Kirche ein Agapemahl gefeiert. Das griechische Wort Agape bezeichnet die Liebe der Versammelten zu Gott und unter einander; sie ist auch ein Zeichen der Verbundenheit mit den Mitmenschen weltweit. Bei dem Agapemahl werden Brot, Wein und andere Speisen geteilt, dazu werden Bibel- und Segensworte gesprochen.

14.Jan 2012

Passionsandachten

 

Jesu Weg zum letzten Mahl

 

Passionsandachten in der Krypta der Stephanus-Kirche, jeweils 18 Uhr

 

An den folgenden Tagen stehen die drei Stationen des Gründonnerstages, wie sie im Markusevangelium beschrieben sind, im Mittelpunkt.

Montag, 2. April: Der Plan zum VErrat (Mk 14, 1+2, 10+11)

Dienstag, 3. April: Die Salbung in Bethanien (Mk 14, 3-9)

Mittwoch, 4. April, Die Festvorbereitung (Mk 14, 12-16)

 

Neue Mitglieder für neue Lebendigkeit -

Der Verein zur Ausgestaltung der Maria-Magdalenen-Kirche wirbt um neue Mitglieder.

 

Die bunten Fenster von Hans-Gottfried von Stockhausen in der Maria-Magdalenen-Kirche sind durch den Verein zur Ausgestaltung der Maria-Magdalenen-Kirche finanziert worden. Ein Beispiel der bisherigen Anschaffungen. Der gemeinnützige Verein will nun einige weitere große Ziele verwirklichen. So soll das Gelände um die Kirche herum zu einem Kirchgarten gestaltet werden. Hier will der Verein mithelfen, Ideen zu entwickeln. Der neue Vereinsvorstand unter dem Vorsitz von Michael Rapp ist sich der Verantwortung für die älteste neugotische Kirche in Kiel bewusst.  “Wir wollen dem Verein wieder neue Lebendigkeit geben. Dafür brauchen wir auch neue Mitglieder”, so der stellvertretende Vorsitzende Pastor Michael Szelinski-Döring. Nähere Informationen erhalten Sie in der Kirche oder bei Pastor Szelinski-Döring (Tel. 784201).

 

Religion in einer Leistungsgesellschaft

Freitag, 23. März, 20 Uhr, Gemeindehaus, Weinberg 1

Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Schule, Kirche und Kindergarten:

Stephan Ratschow (ehemaliger Schulleiter Freiherr-vom-Stein Schule und 1. Vorsitzender im Verein ökumen. Schule Kiel e.V.), Regina Eichen (Erzieherin Weinberg) und Pastor Dr. Wilko Teifke (Pastor Trinitatisgemeinde)

 

Der Leistungsdruck steigt – schon im Kindesalter. Welche Kraft kann man gegen diesen Druck setzen? Welche Art von Energie kann Eltern und Kindern helfen, sich dem Leistungsdruck zu entziehen ohne den Anschluss zu verpassen? Was hat die Religion oder die Kirche im speziellen zu bieten, um das Kindsein zu schützen?

 

Ein ganzes Wochenende (3./4. März) beschäftigt sich die Jungschar im Gemeindehaus Stephanus mit dem Weltgebetstagsthema aus Malaysia. Auf dem Programm stehen Infos zu land und leute (ganz besonders zu dem Leben der Kinder dort), Rallye, Spiele, Basteln, und es wird gemeinsam malaysisch gekocht und gemeinsam gegessen.

Anmeldungen bei Klaudia Kottek gibt es mittwochs in den Jungscharstunden.