Archiv für November, 2011

Angesichts einer reichen Ernte im eigenen Garten staunen wir, auf welch wunderbare Weise die Natur uns versorgt. Aber manch einer fragt sich dann: Wohin mit dem Segen? Die Familie ist kleiner geworden, das Angebot in den Läden lockt und was die Gartenarbeit angeht: Man wird ja auch nicht jünger. Mancher hat auch einfach wenig Zeit.

 

Nun sind unsere großen Gärten in Kroog der Lebensraum von zahlreichen Tieren und Pflanzen, besonders wenn dort nicht mit der chemischen Waffe gekämpft wird. Also möchte man sie auch möglichst erhalten und die vielen Äpfel vielleicht zum Mosten bringen. Wer in seinem Garten ohne Chemie auskommt, hätte natürlich gern den eigenen Saft zurück.  Das geht in einer Mosterei eigentlich nicht, aber es gibt eine Lösung: AKOWIA. Das ist der “Arbeitskreis Obstwiesen-Apfel.” Die Kroogerin Inge Seewald gehört zu den Gründungsmitgliedern und vermostet ihren Überschuss über diese Genossenschaft.

Gwenda Hahne befragte sie dazu.

 


Frau Seewald, mit welchem Ziel wurde AKOWIA gegründet?

 

AKOWIA ist aus einem Projekt zum Schutz des LEBENSRAUM “OBSTBAUM” entstanden unter dem Dach des Naturschutzvereins Knik e.V. Raisdorf. Die große Vielfalt der alten regionalen Obstsorten soll bewahrt werden. Daneben hat noch ein anderer Aspekt an Bedeutung gewonnen. Alle reden vom CO2-Ausstoß.  Wir von AKOWIA freuen uns, dass durch unsere Genossenschaft die überreiche Apfelernte Abnehmer ganz in der Nähe der Erzeuger findet und gleichzeitig die Artenvielfalt in den Gärten gefördert wird.

 

AKOWIA betreut außerdem in Absprache mit der Stadt Kiel Obstwiesen, die als Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen angelegt wurden und bietet Fortbildungsveranstaltungen u.a. für Baumschnitt und -pflege an.

 

Wer kann seine Äpfel bei AKOWIA vermosten lassen?

 

Jeder, der bei AKOWIA Mitglied geworden ist und mindestens einen Genossenschaftsanteil erworben hat, kann praktisch loslegen. Die Bäume werden vorab von einem Biologen begutachtet und jedes Mitglied verpflichtet sich, nicht zusätzlich zu düngen oder chemische Mittel auszubringen. Das wird von Fachleuten in festgelegten Abständen überprüft.

 

Warum hat AKOWIA kein Bio-Siegel?

 

AKOWIA hat durchaus Bio-Qualität, doch um den EU-Bio-Richtlinien gerecht zu werden, muss quasi für jeden Baum ein Nachweis geführt werden. Diesen Verwaltungsaufwand können wir nicht leisten, da alle ehrenamtlich arbeiten.

 

Kann jeder die Arbeit von AKOWIA unterstützen?

 

Ja, sehr gern, auch wenn man keine eigenen Obstbestände hat, kann man den leckeren Saft kaufen und genießen und sich im Weiterbildungsangebot Kenntnisse verschaffen.

Schließlich kann daraus der Wunsch entstehen, selbst aktiv zu werden, weil es eine feine Sache ist, das Wachsen und Werden mitzuerleben und natürlich auch die reiche, manchmal überreiche Ernte sinnvoll zu nutzen.

 

Frau Seewald, wie hat sich ihr eigener Garten ohne Chemie entwickelt?

 

Unser Garten ist ein Refugium für Mensch und Tier. Die Gartenjournale sind lange schon zur Seite gelegt. Ich freue mich über die ganz eigenen Bilder, die unser Garten zu jeder Jahreszeit und in jedem Jahr neu hervorbringt. Sicher, die Nagelschere kommt bei uns nicht zum Einsatz, umgraben habe ich ganz schnell aufgegeben, mit Gründüngung und dem eigenen Kompost ist auch gut gärtnern.

 

Wo kann man den Most kaufen?

 

Es gibt mehrere Verkaufsstellen im Kieler Stadtgebiet. Aber in unserer Nähe findet man AKOWIA-Saft nur in Raisdorf bei der Obstquelle Schuster und hier in Kroog bei mir privat in der Sonthofener Straße 67 (Tel. 0431-781524).

Ich  verdiene  nichts  daran, sondern  mache  den Verkauf ehrenamtlich.

 

Sie finden AKOWIA auch im Internet: www.akowia.de

Es war eine Woche der Superlative für die Trinitatis-Gemeinde. Noch nie haben so viele Kinder aus Elmschenhagen, Kroog, Wellsee und Rönne die erste Ferienwoche in und um das Gemeindehaus der Maria-Magdalenen-Kirche verbracht. Jeden Tag waren bis zu 70 Kinder aktiv dabei und haben die vielfältigen Angebote begeistert in Anspruch genommen.

Dadurch, dass Pastorin König nicht mehr dabei sein konnte, ergab sich für das Team eine ganz neue Herausforderung, die aber mit viel Engagement gelöst wurde. Schließlich warteten die Familien,  Kinder und Jugendlichen auch in diesem Jahr auf „ihre“ Woche.

Also wurden – wie in den letzten Jahren – alle Aktionen geplant, Gespräche mit Sponsoren geführt und das Programm für die insgesamt sieben Tage aufgestellt.

 

Jeden Tag herrschte im und um das Gemeindehaus nach einer kurzen Morgenandacht emsige Aktivität.

Nachmittags wurde es dann richtig voll.

 

Wenn am Abend die Turmuhr mit ihrem Glockenschlag zur „Gute Nacht Geschichte“ rief, ging für die Kleinen ein toller Tag zu Ende. Und weil Sommer zu Haus für alle Generationen ist, gab es auch abends ein Programm.

 

 

Übrigens: Die ganze Woche mit allen Aktionen und daraus entstehenden Kosten wird vollständig aus Spenden von Eltern und Sponsoren finanziert. Für die große Spendenbereitschaft bedankt sich das Team bei allen Spendern sehr herzlich.

 

Jörg Demitz