Archiv für Dezember, 2010
Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: in der Stephanus Kirche sind Bilderschienen angebracht worden. Demnächst soll ein Lichtsystem folgen, das Bilder zukünftiger Ausstellungen in Szene setzen soll. In Zukunft sollen verschiedene Ausstellungen der Reihe KUNST IN KROOG die Kirche als Ort künstlerischer Vielfalt öffnen.
Folgende Ausstellungen sind in Planung:
Im Rahmen des Stadtteilfestes in Kroog am 27. und 28. August 2011 soll am Vorabend, 26. August, eine Ausstellungseröffnung mit dem Titel „Innere Welten“ stattfinden. Unter anderem wird der langjährige Journalist der Kulturredaktion der Kieler Nachrichten, Rolf Gaska als Autor und Maler vorgestellt werden.
Im folgenden Jahr 2012 soll dann eine Ausstellung mit christlichem Themenschwerpunkt folgen. Und im Jahr 2013 wird im Rahmen der 100-Jahr-Feier der Siedlung Kroog eine Ausstellung Krooger Malern gewidmet sein, wo besonders die Werke Langbeins und Basedows im Mittelpunkt stehen werden.
Aber auch an laufende kleine Ausstellungen, die immer mal wieder spannendes Hingucken und Auseinandersetzen ermöglichen, ist gedacht.
Lassen Sie sich überraschen und inspirieren!
Renate Kempe und
Pastorin Natascha Hilterscheid
Eine Reihe von örtlichen Sponsoren hat durch ihre Werbung auf diesem Fahrzeug das Geld zum Erwerb aufgebracht.
Der PKW mit dem großen lila Logo der Kirchengemeinde wird für die vielen Dienstfahrten eingesetzt. Bei Konfirmandenfreizeiten z.B. wird er das Material zur Freizeitstätte befördern. Darüber hinaus sollen damit auch die Senioren zu ihren Treffen und Kreisen abgeholt werden. Hierzu soll noch ein Fahrdienst durch Ehrenamtliche aufgebaut werden. Interessierte Fahrer oder Fahrerinnen melden sich bitte bei Pastor Szelinski-Döring (784201) oder im Gemeindebüro (786400).

Die Trinitatisgemeinde dankt den Sponsoren: Ingenieurbüro eneff Bernd Ehmke,
Elektro Reichardt, Central Apotheke, Atelier in Kroog, Die Klavierwerkstatt,
Röer Bestattungen, Flenker Bestattungen, Novis Bestattungen, Malermeister Ralf Zilske,
Provinzialversicherung Nord Marc Schweers, Glaserei Quatfasel, Blütenzauber,
Imbiss Toros, Gärtnermeister Björn Cardell, Weis Natursteine, Steinmetzmeister,
Der Gottesdienst ist die Versammlung von Menschen, in der das Wort Gottes in Schriftlesung, Predigt und Abendmahl verkündigt wird und die Gemeinde in Gebeten, Liedern und Bekenntnissen antwortet. Elke Mutsch sprach mit Pastor Schmidt über die Bedeutung des Gottesdienstes.
Gottesdienste sind das Zentrum unseres kirchlichen Lebens. Doch – ist der sonn-tägliche Kirchgang nicht einem punktu-ellen Gottesdienstbesuch, wie z. B. der Kirchennacht oder anderen besonderen Gottesdiensten, gewichen?
Ich denke, das kann man so allgemein nicht behaupten. Es gibt nach wie vor etwa 1 bis 2 Prozent der Gemeindeglieder, die regelmäßig am Sonntag den Gottesdienst besuchen. Diese Zahl ist in den letzten Jahrzehnten ziemlich konstant geblieben, meiner Meinung nach aber viel zu niedrig. Um sie zu erhöhen, bieten Gemeinden wie auch unsere in der Tat verschiedene Gottesdienstformen an. Man lädt bestimmte Zielgruppen ein, um die Kirche mal voll zu kriegen oder versucht Ereignisse, Veränderungen, Neuerungen in der Gemeinde mit besonderen Festgottesdiensten attraktiv zu untermauern. Das sind dann solche, wo zum Beispiel anschließend zu einem Empfang mit Essen und Trinken eingeladen wird. Insofern ist das Gottesdienstangebot größer und vielfältiger geworden. Und es mag Leute geben, die darauf reagieren und nur noch oder überwiegend zu solchen Anlässen in die Kirche gehen. Aber der normale Sonntagsgottesdienst ist nach wie vor stabil und das soll auch so bleiben.
Was wird eigentlich mit dem „Dienen“ zum Ausdruck gebracht und wer dient wem, wenn wir von GottesDIENST sprechen?
Ich danke für diese Frage, weil meines Erachtens der Gedanke des „Dienens“ oder des „Dienstes“ beim sonntäglichen Kirchgang heutzutage sehr in den Hintergrund gerückt ist. Vielleicht auch zu Recht, denn wer dient schon gern. Und doch haben unsere Mütter und Väter den Kirchgang durchaus als einen festen Dienst in der Woche angesehen. Um die Herzen und Seelen für die vor ihnen liegenden Aufgaben rein zu halten und zu stärken, glaubten sie, vor Gott ihre Sünden bekennen zu müssen und sich durch eine neue Gnadenzusage durch den Pastor oder im Sakrament erbauen
zu lassen sozusagen einen Dienst für Gott zu erbringen. Gleichzeitig liegt in dieser Vorstellung natürlich auch der Gedanke, dass Gott seinen Kindern ebenso einen Dienst erweist, indem er sie mit seinem Wort beschenkt und im Glauben stärkt. Mir persönlich ist der sicher etwas altmodische Gedanke des gegenseitigen Dienens zwischen Gott und den Gläubigen gar nicht so unsympathisch.
Wird der Gottesdienst noch als ein Zentrum in der Gemeinde empfunden?
Von den Zahlen her nicht. Andere Veranstaltungen werden meist deutlich mehr besucht. Und ich habe schon die Sorge, dass immer mehr Gemeindeglieder glauben, das Leben in der Gemeinde würde sich auch ohne Gottesdienst entfalten können. Es gibt viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich sehr in der Gemeinde engagieren, aber selten am Sonntag in die Kirche gehen. So gesehen hat der Gottesdienst seine zentrale Rolle in der Gemeinde verloren. Und doch halte ich es für absolut notwendig, dass der Gottesdienst als Zentrum der Gemeinde angesehen und hochgehalten wird. Eine Gemeinde zerfällt in Einzelteile, wenn sich die Verantwortlichen nicht mehr regelmäßig um eine geistliche Mitte sammeln, sondern nur noch ihren Eigeninteressen folgen. Für die Atmosphäre und den Zusammenhalt der Menschen ist es ganz entscheidend, ob man sich um Gottes Wort sammelt und auch mal gemeinsam betet oder nicht.
Wird der Gottesdienst von dem Pastor oder der Pastorin gehalten, oder ist es nicht vielmehr so, dass der Gottesdienst von der ganzen Gemeinde gefeiert wird?
Selbstverständlich feiern alle gemeinsam Gottesdienst. Den Gedanken, dass der Pastor oder die Pastorin einer unbeteiligten Gemeinde vorturnt und letztlich alles von ihm oder von ihr abhängt, wie die Veranstaltung bei den „Zuschauern“ ankommt, halte ich für unerträglich. Gott sei dank sieht die Liturgie viele Möglichkeiten der Mitwirkung durch die Gemeinde vor. Bis hin zum Fürbittengebet gibt es dialogische Teile in der Gottesdienstordnung. Nur sind die vielleicht der Gemeinde nicht mehr so bekannt. Aber die ganze Gemeinde feiert zusammen Gottesdienst. In der evangelischen Kirche ist der Pastor Ausleger, Vorbeter, Moderator und gleichwertiges Gemeindeglied zugleich. Martin Luther sprach vom Priestertum aller Gläubigen.
Am 10. Oktober mündete die Friedensaktion der Trinitatisgemeinde in einen Abendgottesdienst in der Weinberg-Kirche.
Frieden ist….? Dieser Satz, auf einer bunten Postkarte gedruckt, beschäftigte die Gemeinde über einen Monat. In der Zwischenzeit waren über 300 Karten ausgefüllt worden mit verschiedensten Vorstellungen zum Thema Frieden. Ein Großteil der Karten war nun in Form eines 2m mal 3m großen bunten Kreuzes im Altarraum zu bewundern.
Im Gottesdienst wurden verschiedene Karten verlesen. Hier nur ein kleiner Auszug daraus.
Frieden ist allgemein: – der Traum, den alle Menschen gemeinsam träumen und wahr machen wollen – ohne Alternative – mehr als nur das Schweigen der Waffen – möglich, wenn du damit beginnst – unerreichbar – ein Leben ohne Gewalt –
Frieden ist politisch: – kein Rassismus – eine atomwaffenfreie Welt – Weltfrieden – wenn kein Mensch auf der Welt leiden muss – das Gegenteil von Hass, Intoleranz und Nationalismus – genug Wasser, Nahrung, Medizin, Bildung für alle –
Frieden ist zwischenmenschlich: – wenn sich alle gut verstehen – wenn man miteinander lacht – miteinander reden –
– einander zuhören – wenn Papa mir eine Geschichte vorliest – das Lösen von Konflikten mit Kompromissen – nicht alleine sein – in der Familie die Sportschau mit schauen, obwohl auf dem anderen Kanal „Wetten dass“ läuft – den anderen anders sein lassen –
Frieden ist für sich selbst: – überall, wo Ruhe und Stille in meine Seele und Herz einkehren – nach Hause kommen, Kinderlachen dröhnt durch das Haus und mein Mann lächelt mich an – nur in sich zu finden – ohne Angst leben zu können – ein Sonnenuntergang am Strand – singen – loslassen können –
Frieden ist religiös: – eine Himmelsleiter, wobei man die letzte Stufe nie erreicht – zu begreifen, wer ich bin – was ich gerade tue und dass alles im Einklang mit meinem Lebenslauf steht und ich darin Gottes Liebe erkennen kann – Verheißung – Gottesdienst – wenn sich alle Völker bewusst werden, dass wir nur Gast auf dieser Erde sind –
Frieden sei mit uns allen!
Pastorin Natascha Hilterscheid
Bilder finden Sie in der Galerie
Vor fast 2000 Jahren benutzten Christen das Symbol eines Fisches als Geheimzeichen, um sich gegenseitig zu erkennen, ohne der Verfolgung des römischen Staates zum Opfer zu fallen.
Das griechische Wort „Ichthys“ bedeutet übersetzt „Fisch“ und stellt gleichzeitig eine Abkürzung für das Glaubensbekenntnis der erster Christen dar. Die Buchstaben von Ichthys sind Anfangsbuchstaben der Wörter: Iesous (Jesus), Christos (Christus) Theou Yios (Gottes Sohn), Soter (Retter).
Heute findet man das Symbol selten mit dem Finger in den Sand gemalt, sondern vielmehr auf Autos geklebt…. – und jetzt am Weinberg!
Die Hauptkonfirmanden des Bezirks Weinberg haben dieses Symbol auf dem Gelände neben der Kirche mit Pflastersteinen gestaltet. Zunächst galt, es den Fisch mit einer Farbsprühdose auf dem Rasen zu markieren, um dann diesen Bereich auszuheben. Anschließend wurde die Grube mit Vlies ausgelegt und dann der Fisch mit den entsprechenden Steinen gestaltet.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Schauen Sie doch mal vorbei und sehen Sie selbst!
Natascha Hilterscheid
In unserer Galerie finden Sie Bilder zu der tollen Aktion
Alle Jahre wieder wird es hell. Die Straßen und Geschäfte sind lichtreich geschmückt und erleuchten die Dunkelheit des Winters.
In unseren Häusern zünden wir Kerzen an, und zum Fest wird es dann besonders hell, auch in unseren Kirchen. Die ganze abendländische Welt feiert Weihnachten mit den vertrauten Ritualen. Wie ist da das Wort des Johannes zu verstehen: „Die Finsternis hat das Licht nicht ergriffen“? Sind etwa wir mit der Finsternis gemeint? Mehr können wir doch gar nicht Weihnachten feiern. Die Terminkalender der Berufstätigen, nicht nur der Pastorinnen und Pastoren, sind in jenen Tagen randvoll, sie hetzen herum bis zur Erschöpfung und tun alles, um das Weinnachtsfest so schön wie möglich zu bereiten. Viele Menschen empfinden erheblichen Stress, um auch noch die entlegendsten Verwandten und Freunde in ihren vermeintlichen Erwartungen zu befriedigen.
Aber es kann gut sein, dass wir tatsächlich mit unserem hektischen Tun und Machen das eigentliche Licht Gottes nicht ergreifen, dass das alte Wort des Evangelisten Johannes noch heute wahr ist. Was gäbe es denn zu ergreifen, zu begreifen? Ich denke, dass Gott es sehr ernst meint mit dem Licht, das er der Welt.
geschenkt hat und das aus dem abgelegenen Ort Bethlehem in die finstere Welt scheint. Es ist nicht nur eine wärmende Quelle für ein paar Tage. Wir hätten es ergriffen, wenn wir diesem Licht wirklich etwas zutrauten, wenn wir glauben könnten, dass es den einzelnen Menschen und die Welt im Tiefsten verändern und verwandeln kann zum Frieden.
Solange wir immer noch meinen, alles besser zu wissen, was uns zum Frieden dient, solange wir unserem eigenen Glanz und Verstand mehr vertrauen als dem Wort Gottes, solange wird es nicht wirklich hell in uns werden. Die Kraft und Wärme des weihnachtlichen Lichts kann man wohl tatsächlich am besten spüren, wenn man sich schlicht öffnet und empfängt, wenn man sich klein macht, um etwas Größeres in sich einziehen zu lassen, wenn unser Glaube sich in Liebe zu Gott und zu dem Jesuskind wandelt.
Auch in diesem Jahr wird Gottes Licht wieder kräftig unsere Welt erhellen. Ich wünsche uns allen, dass wir es ergreifen und uns herzlich daran erfreuen.
Pastor Albrecht Schmidt