Der Wecker klingelt. Das ist das Signal zur Entscheidung: Aufstehen oder Lie-genbleiben? Ich muss mich entscheiden.
Keine Entscheidung ist unmöglich.
Aufstehen oder Liegenbleiben ist die erste von einer ganzen Reihe von Entscheidungen, die Menschen im Laufe eines Tages zu fällen haben. Sage keiner, das sind doch banale Entscheidungen, da hängt doch nichts dran. Jede Entschei-dung ist der Tod der anderen Möglichkeit: Besuch bei der Schwiegermutter oder zum Eröffnungsabend der Kieler Woche. Pflicht oder Lust heißt hier die Entscheidung.
Es ist gar nicht mehr lange hin. Dann sind wir wieder aufgefordert zu wählen. Das dritte Mal in diesem Jahr sollen wir politisch entscheiden. Und – schon entschieden?
An dem Tag dieser Bundestagswahl feiern wir in der Maria-Magdalenen-Kirche „Goldene Konfirmation”. Ein großer Kreis von Menschen, alle Mitte 60, kommt zusammen und erinnert sich an den Tag ihrer Konfirmation – damals Ende der 50er Jahre.
Damals hatte der Pastor sie gefragt: „Wie hältst du es mit Gott? – Willst du in die Nachfolge Jesu Christi treten?” Bei der Taufe hatten Eltern und Paten für sie geantwortet. „Ja – mit Gottes Hilfe” laute-te nun die eigene Entscheidung.
Allerdings ist es mit der einen Entscheidung am Tag der Konfirmation nicht getan. Jeden Tag werden neue Entscheidungen verlangt. Immer wieder in den kleinen und großen Dingen des Lebens müssen Menschen sich entscheiden und abwägen zwischen richtig und falsch. Hierbei finden wir Hilfe in der Bibel:
Gott spricht:
„Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorge-legt, damit du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nach-kommen.”
5. Mose 30, 19
Es bleibt dabei, es gibt nur ein entschiedenes Leben. Eine Richtschnur, eine Entscheidungshilfe ist dabei: Alles, was dem Leben dient, ist gut zum Leben. Es heißt dabei allerdings nicht, dass es nur meinem eigenen Leben dienen soll. Es geht um das gemeinschaftliche Leben. Es geht um das ganze Leben auch in der Zukunft.
Aufstehen oder Liegenbleiben? Ich bin für Aufstehen!
Es ist, auf den ersten Blick, eine paradoxe Situation. Einerseits zwingt die angespannte Haushaltslage die Nordelbische Kirche dazu, die Zahl der Pfarrstellen in den nächsten neun Jahren (von derzeit 1200 auf etwa 1000) zu reduzieren. Anderseits wird genau dann, im Jahr 2018, eine regelrechte Pensionierungswelle einsetzen. Die Folge: Die Nordelbische Kirche muss schon jetzt „systematisch für das Theologiestudium und den Pastorenberuf werben”, wie ihr Personaldezernent, Oberkirchenrat Gothard Magaard, betont.
Wie schätzen die Pastoren der Trinitatis-Gemeinde die Nachwuchsproblematik ein? Jan-Hendrik Dany hat mit Pastor Albrecht Schmidt gesprochen.
Pastor Schmidt, immer weniger junge Menschen studieren Theologie; und wenn, dann vorrangig mit der Berufsperspektive Religionslehrer und nicht der, Gemeindepastor zu werden. Wie erklären Sie sich diesen Trend?
Es gibt da leider große Vorurteile. Nach dem Motto: „Da muss man ja fromm alles glauben.” Die Welt des Gebets, des Gottesdienstes ist vielen jungen Menschen mittlerweile fremd. Kirche ist für sie etwas altmodisches, das abschreckt. Manche denken offensichtlich, ein Pastor müsse fast wie ein Mönch leben. Als sei er ein Exot und stünde irgendwie nicht richtig im Leben.
Was hat Sie persönlich dazu bewogen, die Pastorenlaufbahn einzuschlagen?
Pastor Albrecht Schmidt
Nun, zunächst einmal ist schon mein Vater Pastor gewesen. Natürlich hat mich dieser Umstand geprägt. Und in den 70er Jahren, als ich studiert habe, ist Theologie ja noch richtig progressiv, geradezu revolutionär gewesen. Wir wollten mit der frohen Botschaft damals die Welt verändern. Allerdings gab es im Studium auch Zweifel, ja Krisen. Denn der Glaube hatte, so wie er uns zum Teil vermittelt worden ist, etwas steif Dogmatisches. Ich aber wollte einen lebendigen Glauben.
Einen Glauben ohne enges Gottesbild, in dem Vernunft und Frömmigkeit keine Gegensätze sind.
Ein solcher Glaube ist bei mir durch das Leben, im intensiven Kontakt mit Menschen gewachsen. Und ich bin froh, auch als aufgeklärt denkender Mensch glauben zu können. Meine pastoralpsychologische Zusatzausbildung ist mir auf diesem Weg eine große Hilfe gewesen.
Was würden Sie einem jungen Menschen, der mit dem Gedanken spielt, Theologie mit dem Berufsziel Pastor/Pastorin zu studieren, sagen?
Ich würde diesen jungen Menschen ermutigen. Denn es ist wirklich ein sehr schöner Beruf, weil er mit hoher Verantwortung, aber auch viel Freiheit verbunden ist. Im Grunde begleitet ein Pastor durch die religiösen Amtshandlungen, aber auch durch viele Gespräche das gesamte Spektrum an Lebensstationen. Vom Säugling bis zum Sterbenden.
Denken Sie an Taufen, den ganzen Bereich der Jugendarbeit; denken Sie an die Seelsorge, Trauungen, Elternbetreuung, die Begleitung älterer und alter Menschen, die Geburtstags- und Krankenbesuche und die Trauerfeiern. Und gerade den seelsorgerlichen Bereich empfinde ich dabei, auch nach knapp 28 Jahren meiner Tätigkeit als Gemeindepastor, immer noch als besonders erfüllend. Vielen Gemeindemitgliedern lastet so einiges auf der Seele. Ich glaube, dass Menschen zu allen Zeiten Pastorinnen und Pastoren in gerade auch priesterlichen Funktionen brauchen, und es ist gut, dass sie wissen dürfen: Es gibt Ansprechpartner, die dem Beichtgeheimnis und der seelsorgerlichen Verschwiegenheit verpflichtet sind.
Der Wunsch, Pastor beziehungsweise Pastorin zu werden, ist das eine. Aber welche persönlichen Voraussetzungen sollte er oder sie mitbringen?
Er oder sie sollte Stärken im Bereich Kommunikation mitbringen, eine natür-liche Offenheit und ein echtes Interesse für andere Menschen – und eine intensive Selbsterfahrung gemacht haben. Außerdem sollte ein Pastor bereit sein, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, persönliche Opfer zu erbringen. Und er sollte die Fähigkeit mitbringen, Distanz zu wahren, sich also nicht zu sehr mit einzelnen Leuten zu „verkumpeln”, um die Gemeinde nicht zu spalten. Insofern ist der Pastorenberuf auch manchmal ein einsamer.
Auch sollte er mit politischen Meinungen behutsam umgehen. Freundschaften innerhalb der Gemeinde zu schließen ist relativ problematisch, da man für jeden immer zugleich eine Amtsperson ist.
Sollte ein Pastor, eine Pastorin Ihrer Meinung nach auch Vorbild sein?
Es wäre gut, wenn er oder sie Vorbild wäre. Wissen Sie, als Pastor sind Sie ständig auch Projektionsfläche. Und Ihre Arbeit steht und fällt mit Ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit, mit der Stimmigkeit zwischen Reden und Handeln. Zu viele Menschen sind schon von ihrem Gemeindepastor enttäuscht worden.
Zurück zur Ausgangsproblematik, dem Nachwuchsmangel in der Theologie. Wie könnten mehr junge Menschen konkret für den Pastorenberuf begeistert werden?
Grundsätzlich ist es natürlich von Vorteil, wenn es in der Jugend eine persönliche, positive Erfahrung mit einem Pastor, einer Pastorin gegeben hat. Ich fände es zudem gut, wenn Pastoren im Zuge der Berufsorientierung auch in die Schulen eingeladen würden. Dann könnte man junge Menschen, die später mit Menschen arbeiten möchten, dazu ermuntern, nicht nur über den pädagogischen, sondern eben auch über den spirituellen Bereich unseres Lebens nachzudenken. Man könnte ihnen von der Vielseitigkeit und den ständig neuen Herausforderungen erzählen, die dieser Beruf bietet. Man wird dafür bezahlt, dass man für andere Menschen Zeit hat. Wo gibt es das sonst noch im Berufsleben? Das Studium lässt – wie ich finde: sehr wichtige – Freiräume, den Glauben für sich persönlich zu entwickeln. Die jungen Menschen sollten sich nicht von falschen Vorstellungen abschrecken lassen. Das Theologiestudium ist durchaus pluralistisch angelegt. Und natürlich ließe sich in solchen berufskundlichen Veranstaltungen auch darauf hinweisen, dass ein Theologie-Abschluss gleichzeitig für Tätigkeitsfelder im übergemeindlichen Bereich qualifiziert; sei es im Management, in der Erwachsenenbildung oder im Journalismus.
-Für Alle-
Sicher kennt ihr schon ein paar Gewürze. Jeder von euch hat im vergangenen Dezember bestimmt den Duft von Anis, Vanille und Zimt in der Nase gehabt, aber warum immer nur zu Weihnachten? Wir wollen uns auf eine Gewürzreise begeben und viele interessante und erstaunliche Dinge herausfinden, ihr könnt gespannt sein!

-Für Kinder und Jugendliche-
Das Bastelcafé öffnet an mehreren Tagen in der Aktionswoche und bietet unterschiedliche Bastelangebote. Aber es kann dort nicht nur gebastelt, sondern auch Klönschnack gehalten werden bei Kaffee, Tee oder Saft und einem Stück Kuchen. Das Café ist somit für die ganze Familie geöffnet und als gemeinsame Freizeitgestaltung gedacht, auch wenn uns jede Altersgruppe auch alleine willkommen ist.
Glasritzen
Wir dekorieren Gläser durch Einritzten von Motiven. Das Ritzen geschieht mit feststehenden oder rotierenden Diamantstiften.
-Für Kleinkinder-
für Kinder ab 1 Jahr bis ca. 5 Jahre mit Begleitung
Wir möchten den Kindern Gelegenheit geben, mit unterschiedlichen Materialien Erfahrungen zu sammeln, die zuhause nicht immer vorrätig sind, bzw. der passende Raum zum Ausprobieren fehlt. Einen Teil der Materialien stellen wir dabei auch gemeinsam her. Möglich sind z.B. Seifenlauge, Lehm, Fingerfarbe, Knete, Stroh, Sand, Wasser.
Lieder und Fingerspiele geben unseren Treffen einen wiederkehrenden Rahmen.
Bei passendem Wetter sind wir draußen im Kirchgarten.
Bitte unbedingt mitbringen: schmutzunempfindliche Kleidung, Handtuch, Wechselsachen.

-Für Kinder-
Die Gute-Nacht-Geschichte findet an jedem Abend der Woche statt. Wir singen, machen ein Fingerspiel, erleben eine „Mitmach-Aktion” und hören eine frei erzählte Geschichte. Dazu gibt es auch noch eine Plakette, auf die ein zur Geschichte passendes Bild gemalt wird. Offen ist sie für alle Kinder und kindlichen Gemüter von 3-99 Jahren.

-Für Jugendliche-
Beim Pen-&-Paper-Rollenspiel schlüpfen die Mitwirkenden in fiktive Rollen und erleben gemeinsam durch Erzählen ein Abenteuer. Stark vereinfacht kann Pen-&-Paper-Rollenspiel als Mischung aus herkömmlichem Gesellschaftsspiel, Erzählung und Improvisationstheater beschrieben werden.
An diesem Abend spielen wir gemeinsam ein einfaches Abenteuer, das für Einsteiger, aber auch für Spieler mit Erfahrung geeignet ist. Lasst Euch überraschen…

-Für Alle-
Regine und Lutz Rebetge haben Reisen in die verschiedenen Regionen der Erde unternommen und wunderschöne Aufnahmen von Südafrika, Malta und Ecuador mitsamt Galapagosinseln mitgebracht. An diesen lassen sie uns bei den Filmabenden teilhaben. Wie in jedem guten „Kino” gibt es nebenher etwas zu trinken und zu knabbern.

-Für Kinder-
Dieses Jahr wollen wir uns an einer anderen Bauart versuchen: Es soll ein Kuppel- Backofen aus Lehmbällen über einer Sandform werden (ähnlich gebaut wie ein Iglu). Kinder jeden Alters können mitbauen. Am Ende wollen wir natürlich wieder unser eigenes Sommer- zu- Haus- Brot backen!
